Alter Steinbruch in Markt Lichtenau

#Lichtenau bei #Ansbach ist ein sehr interessanter kleiner Flecken mit einer bewegenden Geschichte. Am bekanntesten sind von Lichtenau heute vielleicht noch die “Alte Veste” oder das Motorsportrennteam “Farnbacher Racing”, das hier beheimatet ist.

Mein Nachbar Richard Schmidt ist an der regionalen Geschichte interessiert und gelernter Steinmetz. Da er ein beschädigtes Sünekreuz ersetzen wollte, bot sich die Gelegenheit, ihn in den alten Steinbruch von Lichtenau zu begleiten. Wenn man durch Lichtenau fährt, weist auf den Steinbruch nicht mehr viel hin, lediglich der Straßenname Steinbruchweg lässt vermuten, dass es hier einmal etwas gab.

Der Steinbruch ist etwa 500 Jahre alt und wurde zur Gewinnung von Sandstein genutzt. Jedoch wurde die Nutzung bald nach dem Ende des 2. Weltkrieges eingestellt und der Steinbruch im Laufe der Zeit verfüllt. Nur noch wenig erinnert an die frühere Nutzung des Geländes.

So ragen noch Teile der alten Steinbruchwände in die Höhe und zeigen noch Spuren der manuellen Bearbeitung, denn früher wurde hier die meiste Arbeit mit der Hand durchgeführt. Die Natur erobert sich das Gelände zurück und so kann man sehen, wenn Steine von Moos bewachsen sind und sogar Bäume mit ihren Wurzeln auf dem Sandstein wachsen.

Teilweise sieht man auch noch die Pfeiler der alten Verladebrücke, doch erkennt man schwerlich, welche Aufgabe sie einmal hatten. Am Marktplatz in Lichtenau gibt es ein kleines Heimatmuseum, das in seiner Ausstellugn auch über den Steinbruch berichtet.

Auf dem Gelände gibt es auch einen kleinen anonymen Friedhof. Hier wurden früher Gefangene der nahen Festung bestattet, denn sie mussten hier auch hart arbeiten. Der Friedhof wurde aber nur in den warmen Monaten genutzt, wenn der Boden nicht gefroren war. Im Winter wurden die Toten an die Anatomie der nahegelegenen Hochschulen überführt.

Impressionen

Steinbruch Lichtenau

GPS-Track

volle Distanz: 23072 m
Maximale Höhe: 485 m
Minimale Höhe: 391 m
Gesamtzeit: 07:12:02
Von | 2017-12-25T13:42:31+00:00 August 2nd, 2014|Trips|0 Kommentare

Über den Autor:

Stefan

Hinterlassen Sie einen Kommentar