Warnung vor der App Desk 3

Eigentlich schaue ich recht regelmässig in den #App-Store für den #Mac, um zu schauen, ob es interessante neue #Apps für gibt.
Vor wenigen Tagen nun entdeckte ich auf der Startseite Desk 3 und war ein wenig neugierig, vor allem, als ich las, dass es sich dabei um ein Tool für #WordPress handelt.

Im Prinzip mag ich den App-Store, weil er ja schon recht praktisch ist und wenn es sich in der Vergangenheit einmal begab, dass eine App doch nicht wie versprochen war, dann gab es immer die Möglichkeit, sie zurückzugeben.

Heute nun, hatte ich mir gedacht, dass ich mal Desk 3 ausprobiere und hab es gekauft. Dieser Prozess ist ja ein simpler und binnen weniger Minuten war die App auch automatisch auf dem Rechner.

Genau da bekam ich dann eine sehr überraschende #EMail mit der zugegebenermaßen erwarteten Betreffzeile “Kaufbestätigung”, den ich ja schon erwartet hatte. Interessanter war da der Kaufbestaetigung, der mir kund tat, dass eine Stornierung innerhalb von 14 Tagen nicht mehr möglich ist, wenn die App heruntergeladen oder verwendet wird.

Hier dachte ich mir dann erstmal noch nichts und ging von einem Übersetzungsfehler aus, aber in dem #Portal “Report a Problem” taucht dieser Kauf gar nicht auf, obwohl ich eine Rechnung dafür bekommen habe. Ungeachtet dessen, zeigt mir das Portal dann auch gleich den Preis für die zuvor gekaufte App und für #Desk 3 an.

Bis zu dem Punkt war ich eigentlich auch noch recht entspannt, wollte ich mir doch die App mal anschauen. Immerhin wurde Desk seit dem ursprünglichen Erscheinen auch mehrfach ausgezeichnet. Zu den Auszeichnungen gehören unter anderen „Best App of “ im Jahr 2014 und 2015“, „Best New App“ und als „Top Blogging & Writing App”  und naja, als grundsätzlich positiv eingestellter Mensch, geht man ja auch erstmal davon aus, dass die App etwas taugt.

Nach dem Start war ich allerdings direkt ernüchtert, dann zuerst kam eine Abfrage nach dem #iCloud Drive Folder, allerdings ohne Erklärung nach dem warum und wieso (ich habe übrigens später rausgefunden, dass man dadurch die Blog-Inhalte in der iCloud backupen und zwischen verschiedenen Geräten synchronisieren kann).
Nach der Auswahl des Ordners sah ich dann eigentlich irgendwie nichts und hab dann mal geschaut, wo ich die Daten für meinen Blog eintragen kann. Diese Option versteckt sich natürlich gut, aber meine Spürnase ist besser. Allerdings funktionierte das Anmelden in meinem Blog, den ich nicht direkt auf WordPress.com hoste, nicht. – Hier habe ich dann aufgegeben. Mir fehlt nämlich die Muße, stundenlang zu experimentieren. Es soll einfach nur funktionieren.

Natürlich habe ich mich jetzt geärgert, weil die Software zur Einführung noch 14,99€ kosten soll und  da war ja noch diese eMail mit der Kaufbestätigung.
Leider stellte sich ziemlich schnell heraus, dass es kein Übersetzungsproblem ist. Denn wie schon oben geschrieben, taucht die App nicht in der Abrechnung auf und kann nicht storniert werden.

Die App ist Schrott und vermutlich steckt dahinter auch ein System. Denn wenn es eine freizugängliche Trial-Version gäbe, würde wohl niemand die App kaufen.

Ich habe jetzt auch mal direkt #Apple kontaktiert und denen das Problem geschildert. Ich bin mal gespannt…

Interessant dürfte es sicher sein, denn ich bin mir nicht sicher, ob dieses Vorgehen mit geltendem deutschen Recht konform ist. Warum?

Nun, ich erwerbe die App und der Download beginnt automatisch. Erst hiernach erhalte ich per Kaufbestätigung die EMail mit dem Hinweis, dass schon ein Download das Widerrufsrecht außer Kraft setzt und diese Information ist auch nicht in der Angebotsbeschreibung enthalten.

Ich bin mir sicher, dass dieses Verhalten nicht mit den in Deutschland geltenden Verbraucherschutzgesetzen in Übereinklang zu bringen ist.

Wie gesagt, ich habe jetzt Apple mal kontaktiert und ich werde auch dem Entwickler der App mal eine eMail schreiben und ihn dazu interviewen. Mal schauen, was die entsprechende Reaktion ist.

Meine Rezension im App-Store ist zumindest mal negativ ausgefallen – leider ist sie noch nicht freigegeben. Aber die negativen Sternebewertungen sagen ja auch schon mal was.

Ich halte Euch auf dem Laufenden. Ungeachtet dessen möchte ich hier vor der App warnen, denn solch ein Geschäftsgebaren ist definitiv mit Vorsicht zu genießen!

Von | 2017-12-25T13:42:30+00:00 Dezember 28th, 2016|Apple|1 Kommentar

Über den Autor:

Stefan

Ein Kommentar

  1. Stefan
    Stefan 4. Januar 2017 um 10:43 Uhr - Antworten

    Mittlerweile habe ich vom Apple-Support eine Rückmeldung erhalten. Der freundliche Mitarbeiter hat die Erstattung manuell durchgeführt.

    Interessant war dabei folgender Hinweis:

    “Die Meldung, die Sie erhalten haben, ist ein automatischer Vorgang, der vorgenommen wird, wenn Sie Erstattungen erhalten haben. Nachdem mehrere Einkäufe wieder anstandslos durchgelaufen sind, verschwindet die Nachricht wieder. Dies geschieht zum Schutz der Verkäufer und um Missbrauch vorzubeugen.”

    Ich nutze den Mac App-Store seit Februar 2011 (zumindest ist das der erste verzeichnete Kauf einer App). Seit jetzt fast 6 Jahren habe ich lediglich 1 App zurückgegeben, weil sie nicht wie erwartet funktionierte. – Hier sollte Apple, dann doch mit ein wenig Augenmaß arbeiten.

    Ungeachtet dessen: Ich scheine nicht der einzige zu sein, der sich Desk 3 angeschaut hat und darüber ärgert. Mittlerweile hat sich auch ein weiterer User im App-Store negativ per Rezension geäußert und die Sterne zeigen auch eher Unzufriedenheit an.

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