Darf der Staat auch Daten aus meinem Smart Home zugreifen? Wir sprechen hier ja nicht nur über Kühlschränke oder digitale Wasseruhren, sondern im Gesamtkontext des Internet of Things (#IoT / Internet der Dinge) auch über Wearables, wie Fitness-Tracker oder Smartwatches)….

Vielmehr sprechen wir hier über eine Vielzahl an Devices, die Daten zusammentragen. Der smarte Kühlschrank weiß, wann etwas herausgenommen wurde und das intelligente Beleuchtungssystem weiß, in welchem Zeitraum Licht brannte, oder nicht.

Das Problem mit diesen Daten ist, dass es einfach nur ein Wirrwarr an Daten sind, denn z.B. sagt eine erhöhte Wasserverbrauchsmenge noch nichts darüber aus, was ich mit dem Wasser getan habe. Wenn ich zum Beispiel einen Badepool oder Gartenteich auffülle, gehen auch mal eben einige tausend Liter durch das Rohr.
Allerdings könnte ich auch Blut von unserem Balkon gespült haben – das weiß die Wasseruhr ja nicht.

Was nun, wenn ich neben einer solchen Wasseruhr auch noch eine #Apple #Watch habe und die in der #Health App neben meinen Bewegungsdaten auch meine Vitalfunktionen aufzeichnet.

Auch hier habe ich einen Datensalat, der nur mit Kontext einen Sinn ergibt. Und dieser Kontext muss nicht unbedingt zu meinem Vorteil sein oder etwas mit der Realität zu tun haben.

Denn mit den gleichen Daten kann ich entweder eine Stunde lang zum Streßabbau durch den Park gelaufen sein und habe danach etwas getrunken und geduscht und danach – immer noch ausgepowert und mit hohen Vitalwerten – meinen Garten gewässert.
Oder ich bin eine Stunde lang durch den Park gelaufen, immer auf der Suche nach einem Opfer, dass ich dann zu Hause getötet habe. Um mich von Blut und anderen DNA-Spuren zu befreien, habe ich geduscht und um mich etwas zu beruhigen etwas getrunken. Danach habe ich mit sehr viel Wasser das ganze Blut weggewischt.