Roadtrip 2017 – Tag 4: Monument Valley

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Roadtrip 2017 – Tag 4: Monument Valley

Gestern habe ich den Tag auf der Straße verbracht Die Fahrt von Tusayan zum Monument Valley zog sich reichlich, insbesondere weil der Highway 64 in Richtung Süden kaum von der restlichen Schneelandschaft zu unterscheiden war. Aber als ich mich der Interstate 40 näherte, wurden die Straßenverhältnisse besser und ich konnte denn auf der I40 sogar bedeutend schneller fahren, als 20mph 😉 Dazu gab es atemberaubende Landschaften zu sehen, denn Berge wechselten sich mit Schnee bedeckter Prärie ab.

Heute wollte ich nun direkt ins Monument Valley. Schon seit meiner Kindheit wollte ich diesen Ort unbedingt sehen. Das erste Mal, als ich diesen Ort sah, war Ende der 1980er Jahre in der TV-Serie #AirWolf. Dort gab es ja regelmäßig Flüge über das Tal und auch die Höhle der “Lady” befand sich im Monument Valley.Leider war der Park geschlossen. Wie ich herausfand, findet die ganze Woche über eine Veranstaltung für alle Parkmitarbeiter statt und deswegen ist der Park geschlossen. Meine Stimmung sackte in Nullkommanix ins Bodenlose und ich fragte mich, ob ich jetzt ganz umsonst hier hergekommen war.Zum Glück waren einige der Tourguides dar und boten ihre geführten Touren an. Ich hab mich dann auf eine Tour gebucht und erstmal eine ganz entspannte Fahrt mit einem Navajo gemacht. Ich hatte vorab einiges über die Touren gelesen und hatte eine ganz andere Erfahrung. Fernando, so heißt mein Tourguide, hat die Fahrt mit einem Geländewagen gemacht. Ich hab aber auch die LKWs gesehen, von denen ich gelesen hatte und diese erinnerten mich eher an die Fahrzeuge, mit denen Landarbeiter in Filmen zu den Feldern gefahren werdenSchon vom Visitor Center aus hat man einen überwältigenden Ausblick. Aus der Ebene heraus erheben sich  3 gewaltige Tafelberge in etwa 300m Höhe: der West Mitten Butte links, in der Mitte der East Mitten Butte und auf der rechten Seite der Merrick Butte.  Der Merrick Butte und der Mitchell Butte sind nach 2 Soldaten benannt, die aus einer Silbermine der Navjo Silber nahmen und getrieben durch die Gier nach noch mehr Silber in das Tal zurückkehrten. Da ihnen das von den Navajo verboten wurde, mussten sie ihr Leben lassen.

Im Großen und Ganzen folgen die Guides auch dem Scenic Drive, aber sie dürfen auch auf die privaten Wege fahren und haben dadurch die Möglichkeit, einem andere Flecken zu zeigen. Fernando zeigte mir z.B. wo seine Großmutter im Valley lebt und die Felszeichnungen am “Hole to the Sun”. Allein das war schon grandios.

Im Laufe des Vormittags füllte sich der Park, obwohl er eigentlich geschlossen war. Als wir zum Visitor Center zurückkamen erfuhr ich vom Navajo an der Schranke des Scenic Drive, dass man schon rein könne, aber halt auf eigene Verantwortung und Risiko, weil kein Parkservice da ist.

Das hab ich mir natürlich nicht 2x sagen lassen und bin den Drive noch mal abgefahren und habe diverse Fotostops gemacht. Ein Muß ist definitiv der John Ford’s Point. Wenn man hier steht, wird einem klar, warum an dieser Stelle für viele Westernfilme gedreht wurde.

Von hier sieht man auch die Three Sisters, 3 gigantische Sansteinsäulen. Die meisten Felsformationen haben ihre Namen in der Neuzeit erhalten und öfter braucht man viel Fantasie, wenn zum Beispiel der Camel Butte irgendwie eher an einen auf dem Rücken liegenden Snoopy erinnert.

Neben dem John Ford’s Point ist auch der Artist Point Overlook zu empfehlen. Hier hat man nicht nur den Spearhead Mesa direkt vor der Nase sondern auch einen Blick auf die endlose Weite der Prärie aus der sich die Buttes erhaben, die man auch vom Visitor Center aus erblickt.
Mit ganz viel Glück bekommt man auch eine Flugeinlage von der US-AirForce geboten. Als ich am Artist Point war, kreiste dort eine Lockheed C-130 Hercules um die Felsen. Ein sehr beeindruckendes Bild.

Auf dem Weg zum Ausgang kommt man am North Window vorbei, wo man die gleiche Aussicht aus einer anderen – ebenfalls beeindruckenden Perspektive hat.

Die Felsformationen des Monument Valley bestehen aus Sandstein, der aus den Sedimenten eines gigantischen Sees entstand.  Vor 65 Millionen Jahren erhob sich das Colorado-Plateau. Die rote Färbung des Sandsteins stammt von den Mineralien, die sich über viele Millionen Jahre dort abgelagert haben und vor allem das oxidierende Eisen erzeugte die rote Farbe.
Im Monument Valley gibt es neben vielen seltenen Mineralien und Erden auch Vorkommen an Silber und Uran, das über viele Jahre hier abgebaut wurde und den Einwohnern viel Schaden gebracht hat.

Die Berge im Monument Valley haben alle unterschiedliche Bezeichnungen. So gibt es Mesa, Butte oder Spires.
Mesa bedeutet Tafelberg und Mesa steht für das spanische Wort Tisch. Die Butte sind bedeutend kleiner als Mesas und man kann sagen, dass hier die Erosion schon weiter vorangeschritten ist. Wenn die Naturgewalten ihr Werk fast vollbracht haben und nur noch der Kern steht, dann spricht man von Spire.

Der Eintritt für den Park kostet 20USD für einen Wagen mit max. 4 Personen für 1 Tag. – 1 Tag reicht auch, um das Tal zu erkunden. Im Winter ist der Scenic Drive von 8 bis 17 Uhr geöffnet. In den Sommermonaten (Mai bis September) sogar von 6 bis 18 Uhr.

Fernando hat mir noch empfohlen, mal das “Valley of the Gods” und das “Mystery Valley” zu besuchen. Das werde ich für einen der nächsten USA-Besuche definitiv im Hinterkopf behalten.

Für die Übernachtung habe ich mir Goulding’s Lodge ausgewählt.  Diese Lodge-Anlage ist etwa 5 Meilen vom Visitor Center entfernt. Hier gibt es eine Tankstelle und einen kleinen Supermarkt und die Übernachtung. Zudem hat man vom Balkon aus auch einen Blick in Richtung Valley.
Alternativ dazu gibt es noch ein Hotel direkt im Valley, das “The View“. Die Zimmerpreise starten hier bei 69USD und gehen bis in Richtung 240USD für Zimmer mit Blick über das Monument Valley.

 

By | 2017-04-27T09:22:39+00:00 26. Januar 2017|Trips|0 Comments

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