Roadtrip 2017 – Tag 6 & 7 : Death Valley

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Roadtrip 2017 – Tag 6 & 7 : Death Valley

Als ich vor 2 Jahren das erste Mal ins Death Valley kam, war mir bereits klar, dass ich wiederkommen muss.
Zum einen hatte ich nur 1,5 Tage Zeit und zum anderen waren einige Punkte wegen Bauarbeiten geschlossen. Bei meinen Reisevorbereitungen und dem letzten Update wusste ich, dass auch dieses Mal nicht alle Punkte erreichbar sein werden. So gab es vor nicht allzulanger Zeit eine Flut und Scotty’s Castle und Dante’s Peak sind gesperrt. Auch die Straße nach Leadfield, einer anderen Geisterstadt ist aktuell wegen Reparaturen gesperrt.

Doch das Death Valley bietet viel. Und als erster Punkt stand der Zabriskie Point auf der Agenda.

Der #Zabriskie Point ist ein Aussichtspunkt an der Amargosa Range und besticht durch seine bizarren Felsformationen, die besonders bei Sonnenaufgang atemberaubend sind.
Der Morgen war erfrischend kühl und auch recht windig. Dennoch waren viele Leute da, die sich das Lichtschauspiel nicht entgehen lassen wollten. Als die Sonne dann höher stand, bin ich den am Parkplatz beginnenden Rundweg gelaufen, der durch die atemberaubenden Badlands führt. Dieser Weg nennt sich Zabriskie Point Trailhead.

Als nächstes ging es in Richtung Scotty’s Castle. Da das ja leider geschlossen ist, fuhr ich die Straße weiter bis zum Ubehebe Crater. Zusammen mit dem Hebe Crater sind das die Überreste eines ehemaligen Vulkans im nördlichen Death Valley. Die Krater sind bis zu etwa 237m tief und haben ein Alter von 2.000 bis 7.000 Jahren, so genau weiß man das leider nicht. Der letzte Ausbruch könnte etwa 800 Jahre her sein.
Was ich persönlich beeindruckend finde: An den Kratern sieht man sowohl die Sedimente aus dem Miozän als auch die vulkanischen Ablagerungen.

Vom Parkplatz aus gibt es einen schönen Rundweg zu beiden Kratern, der eine mittlere Schwere hat. Da der Weg durch die vulkanischen Ablagerungen führt, empfiehlt sich festes Schuhwerk. Wenn man es aber nach oben geschafft hat, gibt es einen wunderschönen Blick auf die Kraterlandschaft. Wer will, kann auch den Abstieg wagen, doch aus meiner Sicht gibt der Rand den besten Blick und ermöglicht schöne Fotos.

Vom Vulkan aus kommt man auch zum Racetrack. Doch der Weg führt über eine Offroad-Straße und ich habe nach 3,5 Meilen aufgegeben, weil mir das Risiko mit dem Steinschlag zu groß war. Hier kann ich unbedingt nur einen SUV oder noch besser ein ATV empfehlen.

Als nächstes bin ich zum #Mosaic Canyon gefahren und dort den Mosaic Canyon Trail gelaufen.

Zu Beginn ist der Canyon noch weit geöffnet und leuchtet in einer Mischung aus gelben und braunen Farbtönen. Je weiter man den recht steinigen Pfad läuft, werden die einzelnen Gesteinsschichten erkennbar. Der Felsen wurde über viele Jahrtausende vom Wasser vollständig glatt geschliffen und wirkt wie Marmor. Hinter jeder Ecke gibt es einen neuen Eindruck und je weiter sich die Sonne bewegt, so verändern sich die Farben. Das ist einfach grandios und man merkt gar nicht, wie schnell man einige Kilometer gelaufen ist.

Wie bei meinem ersten Besuch bin ich auch nach #Ballarath gefahren. Hier hat sich nicht viel geändert. Einzig gab es dieses Mal ein wenig Wasser in der Wüste.

Da ich dieses Mal auch genug Zeit eingeplant hatte, habe ich mir auch noch einmal #Rhyolite angeschaut. Auch hier war ich vor 2 Jahren schon mal. Viel hat sich auch hier nicht geändert. Einzig, das #Bottle-House ist mittlerweile vollständig eingezäunt. Vermutlich gab es in den letzten Jahren zu viel Zerstörung.
Da der Samstagmorgen aber noch jung war, bin ich einmal in Richtung der alten Minen gegangen.

Zurück im Death Valley habe ich mir auch die Mesquite Flats Sand Dunes angeschaut. Dabei habe ich aber nicht am Touristenparkplatz gehalten sondern etwas abseits und bin in die Dünen hineingelaufen. Es ist ein imposanter Anblick, wenn man auf der einen Seite den puren Sand sieht und dann Stück für Stück die Vegetation sich den Sand erobert.

Auf der anderen Seite der Dünen gibt es übrigens den Salt Creek Trail. Der Salt Creek besteht aus den Überresten des Lake Manly und hat neben einer für diesen Ort doch recht üppigen Vegetation und seiner leuchtenden Salzschicht vor allem eine Besonderheit: den Death Valley Pupfish. Leider war ich zur falschen Zeit da, denn die Fische sieht man nur im Frühling.

Nicht weit von hier finden sich auch die Überreste der ehemals einzigen Wasserversorgung des Dünengebietes: Old Stovepipe Wells. An der einstigen Kreuzung zweiter Indianerwege gab es eine Quelle. Heute finden sich hier ein Gedenkstein und die alten Schutzbauten für die Quelle.

Am Devil’s Golf Course war an diesem Wochenende allerhand los. Da ziemlich viele Touristen auf den Salzplatten herumturnten, habe ich mich hier schnell wieder verkrümelt.

Von dort bin ich dann zum Golden Canyon, einem auch sehr sehenswerten Trail am Highway 190 in der Nähe vom Badwater Bassin. Der etwa 1 Meile lange Trail besticht seine fantastische Farbenwelt – Die Felsen schimmern in sämtlichen Farbtönen von Gold, Orange und Rot. Als Kontrast gibt es von Zeit zu Zeit braune Felsen. Auch hier sieht man, wie die Kräfte der Erde den früheren Boden eines riesigen Sees oder Meeres angehoben haben und Felsen formten.

Als nächstes stand der Natural Bridge Canyon. Dieser Canyon ist eigentlich ein aausgetrocknetes Bachbett. Hier sieht man die teilweise sehr schmalen und hohen Dryfalls. Diese haben sich rechts und links entlang des Weges aus dem Fels gewaschen wurden und sind sogar viel älter als die Dryfalls innerhalb des eigentlichen Canyons. Nach etwa 1/2 Meile erreicht man die Natural Bridge.

Die Natural Bridge ist eine gewaltige Steinbückt, die mehrere Meter dick ist und den gesamten Canyon überspannt. Wenn der Canyon nicht überlaufen ist, empfiehlt es sich, den restlichen weg zu gehen. Denn am Ende befindet sich ein extrem breiter und  fast 10 Meter hoher Dryfall. Da mir aber mittlerweile vom Laufen die Beine wehtaten, wollte ich dann nicht mehr weiter.

Eigentlich wollte ich noch bis zum Einbruch der Dunkelheit bleiben und schauen, ob ich eine schöne Stelle finde, um den Sternenhimmel zu fotografieren. Aber das muss wohl bis zum nächsten Mal warten.

 

 

 

 

By | 2017-04-23T23:10:31+00:00 29. Januar 2017|Trips|0 Comments

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