Besuch im Yosemite National Park

Nachdem ich jetzt fast 2 Tage in der Wüste unterwegs war, brauchte ich natürlich mal ein wenig Natur der anderen Sorte.

Wenn man vom #DeathValley in Richtung #SanFrancisco fährt, was liegt da näher, als einen Stop am #Yosemite Park einzulegen.  Da die Fahrt vom Death Valley zum Yosemite ist in den Wintermonaten etwas länger, da man die südliche Route über Bakersfield nehmen muss. In der wärmeren Zeit kann man die nördliche Route wählen, auf der man etwa 4  Stunden bis zum Park unterwegs ist. Auf der südlichen Route habe ich bis El Portal, wo ich die Nacht verbracht habe, etwa 7 Stunden benötigt.

Zur Fahrt sei kurz angemerkt – Google Maps sagt zwar was von um die 6 Stunden, aber da im Januar wird es ja noch recht früh dunkel und es ist dann teilweise – vor allem in den bergigen Regionen und dort wo es bewaldet ist, ratsam, sinnig und langsam zu fahren. Zum einen kommt gelegentlich Dammwild auf die Straße und zum anderen kann es auch neblig werden, wie in Omas Waschküche und dann sieht man die Hand vor Augen nicht mehr.

Als ich kurz hinter #Oakhurst übrigens in die höher gelegenen Regionen kam, bot sich ein grandioser Nachthimmel. So viele Sterne hatte ich noch nie gesehen. Das bot sich direkt für eine kleine Pause an.

Übernachtet hatte ich in einem kleinen Hotelkomplex direkt am Rande des Parks in El Portal. Das Hotel heißt Yosemite View Lodge. El Portal ist ein kleines Kaff und ausser 2 oder 3 Hotels, 1 Tankstelle und einem kleinen Lädchen gibt es da nicht viel. Vom Hotel darf man nicht viel erwarten, es ist nicht dreckig oder so, aber ich glaube, wenn ich sage, dass es seine besten Tage hinter sich hat, dann ist es nicht gelogen. Aber es ist ruhig, es ist sauber und das Personal ist sehr nett. Und vor allem hat es eine sehr gute Lage, denn man ist direkt am Park und bis nach Yosemite Village sind es etwa 14km – und die Fahrt dorthin stimmt auf einen wunderschönen Tag ein 🙂

Erwähnen mag ich noch, dass man sich nicht hinreißen lassen sollte, schon hier an jeder Ecke anzuhalten, denn schon die ersten Blicke sind wirklich atemberaubend, aber im Tal wird es besser und ausserdem ist die Einfahrtsstraße nicht wirklich dazu geeignet, das Auto abzustellen und dumm in der Gegend rumzustehen…

Im Park gibt es diverse Wasserfälle zu bestaunen. Der erste Wasserfall Bridalveil Fall, der 188 Meter hoch ist. Sehr gut zu erreichen ist auch der Yosemite Fall – vom Yosemite Village führt ein Weg direkt zu den Lower Yosemite Falls, das sind etwa 15 bis 20 Minuten Fußweg. Auch der kostenlose Park-Shuttle hält hier.

Am Lower Yosemite Fall kann man übrigens ein wenig kraxeln und bis ans Wasser herankommen. Ich habe das gemacht – also nicht ganz bis ans Wasser, aber es ist ein beeindruckendes Schauspiel. Allerdings ist das nicht ganz ohne und wenn man erstmal weggerutscht ist und mit den Knochen hart auf einem Stein aufschlägt, weiss man schon, dass die Hinweisschilder nicht zur Zierde aufgestellt worden 🙂

Ein weiterer Punkt auf meiner Tour war der Aussichtspunkt am Wawona Tunnel, mit dem schönen Namen Tunnel View Point. Dieser Aussichtspunkt bietet einen atemberaubenden Blick gegen Osten über das Yosemite Valley. Das Panorama wird eingefasst von El Capitan zur linken Seite, dem Half Dome und auf der rechten Seite der Bridalveil Fall. Vor allem am Morgen und auch am Abend ein beeindruckender Ausblick.

Da ich nicht wirklich wusste, wie das Wetter sein würde, habe ich mir für den Tag nicht allzuviel vorgenommen. Wenn sich noch einmal die Gelegenheit für einen Besuch bietet, dann natürlich nicht nur für 1 Tag und dann geht es auch hoch auf die Berge. Vermutlich macht es Sinn, dass dann im Herbst oder Frühjahr zu machen 😉

Aber eine der Sachen, die ich mir nicht entgehen lassen wollte, war der Mirror Lake. Dieses kleine Gewässer befindet sich im Tenaya Canyon, zwischen North Dome und Half Dome. Bekannt ist der #Mirror #Lake vor allem durch die Spiegelung der Felsen und des Felsbrockens im sich kaum bewegenden Wasser.

Zum Mirror Lake gibt es übrigens 2 Wege – einen “Trampelpfad” durch den Wald, der optisch sehr ansprechend ist und zeigt, was passiert, wenn Teile einer Felswand in den Canyon stürzen. Durch die vielen Felsbrocken ist der Weg nicht einfach nur gerade aus und eben. Wer auf solche Wege steht, kann natürlich den Weg über die Brücke auf der asphaltierten Straße wählen.
In der Gegend um den Mirror Lake sind übrigens auch Berglöwen zu Hause. Leider habe ich keinen gesehen, dafür aber eine Hirschkuh beim äsen.

Auf dem Rückweg zu Yosemite Village ist mir dann natürlich ein tolles Missgeschick passiert – Stefan konnte ja nicht anders und musste ja in der Nähe der Happy Isles auf den Steinen im Flußbett herumturnen. Und plötzlich stand ich dann im Wasser. Das war zwar nicht tief, aber hatte doch recht erfrischende Temperaturen und mit nassen Socken und Schuhen macht es natürlich nicht mehr so viel Spass durch die Gegend zu stapfen. Naja, zum Glück hatte ich noch ein paar Schuhe und frische Socken im Auto stehen, aer Zeit war dass trotzdem, sich in Richtung Hotel zu machen, denn eine Lungenentzündung macht sich nicht so gut.

Impressionen

Yosemite Park
Von | 2017-12-25T13:42:31+00:00 Januar 19th, 2015|Allgemein, Trips|0 Kommentare

Über den Autor:

Stefan

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